Now available: “Critical Perspectives on Social Media and Protest”, edited by Lina Dencik and Oliver Leistert

Our collected volume “Critical Perspectives on Social Media and Protest. Between Control and Emancipation“, published by Rowman & Littlefield, is now available:

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From the publisher’s website:
“This book critically interrogates the relationship between social media and protest from an interdisciplinary perspective, examining the multiple ways in which we need to politicize and contextualise commercial social media platforms, in particular with regards to their use for the purposes of anti-systemic and progressive protest movements.”

We got some great endorsements:

“At last, a collection on social media and protest that is genuinely critical, spanning both the nature of the technological tools the political-economic environment they are part of, the organisational responses these formations then lend themselves to and the political consequences they reap. Rich in detail, broad in remit, interrogatory by design this will be my ‘turn to’ book on this subject for years to come.” Natalie Fenton, Professor of Media and Communications, Goldsmiths University of London

“Refusing simple explanations and traversing protest movements from around the globe, this collection is essential reading for academics and activists alike. The volume interrogates the power and systemic shortcomings of corporate-based social media as deployed during moments of revolution, rupture, and dissent. Operating simultaneously as an authoritative force that regiments social relations and a fetishistic object that congeals desires, these media are shot through with a series of contradictions.” Gabriella Coleman, Wolfe Chair in Scientific and Technological Literacy Department of Art History & Communication Studies, McGill University

“This collection provides a much-needed antidote to the ready equation of social media and political empowerment. It counters the cyber-hype with a truly critical collection of readings that explore the political limits and potentials of social media. This is a crucial volume for anyone interested in the key political question of our time: the relationship between media technology and activism.” Mark Andrejevic, Associate Professor of Media Studies, Pomona College

Contents:
1. Promise and Practice in Studies of Social Media and Movements. Sebastian Haunss
Part I: Algorithmic Control and Visibility / 2. The Revolution Will Not Be Liked: On the Systemic Constraints of Corporate Social Media Platforms for Protests, Oliver Leistert / 3. Mobilizing in Times of Social Media: From a Politics of Identity to a Politics of Visibility, Stefania Milan
Part II: Temporal Alienation and Redefining Spaces / 4. Social Media, Immediacy and the Time for Democracy: Critical Reflections on Social Media as ‘Temporalising Practices’, Veronica Barassi / 5. “This Space Belongs to Us!”: Protest Spaces in Times of Accelerating Capitalism, Anne Kaun
Part III: Surveillance, Censorship and Political Economy / 6. Social Media Censorship, Privatised Regulation, and New Restrictions to Protest and Dissent, Arne Hintz / 7. Social Media Protest in Context: Surveillance, Information Management, and Neoliberal Governance in Canada, Joanna Redden / 8. Pre-empting Dissent: From Participatory Policing to Collaborative Filmmaking, Greg Elmer
Part IV: Dissent and Fragmentation From Within / 9. The Struggle Within: Discord, Conflict and Paranoia in Social Media Protest, Emiliano Treré / 10. Social Media and the 2013 Protests in Brazil: The Contradictory Nature of Political Mobilization in the Digital Era, Mauro P. Porto and João Brant
Part V: Myths and Organisational Trajectories / 11. Social Media and the ‘New Authenticity’ of Protest. Lina Dencik / 12. Network Cultures and the Architecture of Decision. Geert Lovink and Ned Rossiter

Rezension “From Protest to Surveillance” und “Generation Facebook” von Joachim Hirsch

Joachim Hirsch hat in einer Doppelrezension mein Buch “From Protest to Surveillance. The Political Rationality of Mobile Media” sowie den gemeinsam mit Theo Röhle herausgegebenen Sammelband “Generation Facebook” besprochen. Solch positive Resonanz erfreut das Herz. (“Der Verfasser hat eine gut recherchierte und argumentativ überzeugende Analyse vorgelegt.”) Gleichzeitig ist der Text eine sehr gelungene Zusammenfassung beider Bücher, die besonders für das Mobile Media Buch (weil im Original auf englisch)  hilfreich ist.

 

Was ist Datenkritik? Workshop der AG Daten und Netzwerke. Call for Papers

Als Mitglied der AG Daten und Netzwerke in der GfM freue ich mich, den Call für unseren ersten Workshop zu veröffentlichen:

Am 26. und 27. Juli 2013 findet in Köln unser erster gemeinsamer Workshop statt. Wir laden alle an digitaler Medienkultur Interessierten herzlich zur Teilnahme ein. Besonders freuen wir uns über datenkritische Beiträge vorab, zu denen dieser Call for Participation inspirieren soll.

Daten, Daten, nichts als Daten? Wer jüngere Diskurse um Informationsvisualisierung, die Macht der Rechenzentren, den digital (selbst‑)vermessenen Körper, Open Data in Demokratie und Forschung, Big Data in der Wirtschaft, aber auch den Datenschutz aufmerksam verfolgt, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es dringend einer differenzierenden Betrachtung und Kritik von medialen Datenpraktiken bedarf. Der erste Workshop der 2012 gegründeten AG Daten und Netzwerke verfolgt darum zwei Ziele: Zum einen sollen die Perspektiven und Methoden einer medienkulturwissenschaftlichen Datenkritik ausgelotet werden, die mit den jüngsten Entwicklungen Schritt halten kann, ohne sich mit ihnen gemein zu machen. Zum anderen sollen grundsätzliche Fragen und Begriffe der vernetzten digitalen Medienkultur offen diskutiert werden, die als Grundlage für die weitere Arbeit dienen können.

Datenkritik, so vermuten wir, kann sich von der Technik nicht dadurch trennen, dass sie ausschließlich historische und epistemologische Möglichkeitsbedingungen betrachtet. Mit Daten wird gehandelt – auch in der Datenkritik. Trennungen von Analysematerial, ‑methoden, und -ergebnissen sind daher schwer zu bestimmen. Ausgehend von den Entwicklungen in der Text- und Bildkritik wollen wir fragen, wie man mit derart verschwimmenden Grenzen produktiv umgehen kann. Wenn Betrachter im Bild sind und Leser den Text mit konstitutieren, wie verhalten sich dann beispielsweise Subjektivierung und Datenpraktiken zueinander?

Welche Analysemöglichkeiten bieten hierfür computerbasierte Methoden, die international in den Digital Humanities bereits erprobt werden, etwa von Lev Manovich oder Richard Rogers? Die neuen digitalen Methoden bergen zugleich die Gefahr eines unkritischen Positivismus. Daher ist das in Softwaretools eingelassene Wissen kritisch anzuwenden, ohne affirmativ all dessen Annahmen zu bejahen. Die Erforschung rezenter internetbasierter Medienkulturen scheint zudem ohne empirische Vorgehensweisen und situierte Medienforschung kaum mehr leistbar: Digitale Methoden erweitern jene Felder, die Medienethnografie, Science Studies und Medienarchäologie ohne sie kaum noch bestellen können. Sind alte Grenzziehungen, etwa zur soziologischen und kommunikationswissenschaftlichen Forschung, unter den Bedingungen sozialer Medien aufrechtzuerhalten?

Vor diesem Hintergrund freut sich die AG Daten und Netzwerke über prägnante Beiträge und Positionspapiere zu Fragen der Datenkritik, aber auch generellen Aspekten digitaler Medienkultur, die auf dem gemeinsamen Workshop in Köln intensiv diskutiert werden sollen. Lektürevorschlage und Software-Präsentationen sind ebenso willkommen.

Textvorschläge können als Abstracts mit maximal 2.500 Zeichen bis zum 30. Mai 2013 per E-Mail an Sebastian Gießmann und Marcus Burkhardt gesendet werden. Die ausgewählten fertigen Beiträge mit bis zu 20.000 Zeichen werden vorab an alle Mitglieder der AG verschickt. Sie müssen bis zum 23. Juni 2013 bei den Veranstaltern eingegangen sein.

Themen können unter anderem sein:

  • Wer handelt wie mit welchen Daten?  (soziale und kulturelle Situierung, politische Debatten zu Öffentlichkeit und Privatsphäre, Ökonomisierung von Daten)
  • Kultur- und Medientechniken der Datenerzeugung und ‑verarbeitung (vom Selbstschreiber zur Datenbank, von der Tabelle zum Open Graph)
  • Codierungs- und Übersetzungformen von Daten: analog/digital; kontinuierlich/diskret, alphanumerisch/audiovisuell, ästhetische Versprechen von Informationsvisualisierung und ‑sonifikation, Wie ,,groß“ sind große Daten?
  • Orte der Datengewinnung: Büro, Verwaltung, Rechenzentrum, Internetcafé, Coworking Space, Labor, Börse (…)
  • Subjekte, agency und Datenverarbeitung: Transformationen von Überwachung, Selbsttechniken und Kontrolle, Quantified Self, Gamification, staatliche Registratur und Gouvernemedialiät, neue Aktenführung in sozialen Netzwerken
  • Rechtskulturen analoger und digitaler Daten: Legitimieren, Löschen, Begrenzen, Befreien, Transparentmachen, Schützen
  • Digitale Methoden in der Medienkulturwissenschaft: neue Empirie, Tools, Ideologien, Grenzen, Vermittlung

Die für jede/n offene AG Daten und Netzwerke ist Teil der Gesellschaft für Medienwissenschaft. Für Mitglieder der GfM kann ein Zuschuss zu den Reisekosten übernommen werden. Eine Veröffentlichung der Beiträge im Open Access ist geplant.

Beginn:             26. Juli, 14 Uhr
Ende:                27. Juli, 18 Uhr (mit offenem Ende für’s Beisammensein)
Ort:                   Universität Köln, Seminargebäude, Raum S11 (26.7.);
Hörsaal V, Hauptgebäude (27.7.)
WWW:              datanetworks.wordpress.com
Twitter:              #AGDN
Kontakt:            post@sebastiangiessmann.de | marcus.burkhardt@inkubator.leuphana.de

 

Unlike Us Special First Monday Issue

We at Unlike Us continue publishing. Only recently, the great Unlike Us reader came out; today the special issue of First Monday by Unlike Us people appeared online.

Jodi Dean and Robert William Gehl are amongst the contributors.

It also includes a text of mine, called “Smell the fish: Digital Disneyland and the right to oblivion”. The abstract suggests what it is about:

The critique of ‘social media’ is only beginning. A huge range of effects that ‘social media’ initiate still can only be guessed. From the mutation of mobile phones into Facebook interfaces to the new lure of objectivity in emerging Doppelgänger sciences, this text addresses some commonly overseen difficulties that we face in our partnership with computers and proposes a new modal operator for file alteration which would safe us from harm.

Please find the text here.